Vor der Herstellung des Belages mit SELING exterior ist zu prüfen, ob die Unterlage den Anforderungen der einschlägigen Technischen Regeln entspricht. Insbesondere ist zu prüfen, ob die erforderliche Wasserdurchlässigkeit der Tragschicht gegeben ist. Bei nicht ausreichender Wasserdurchlässigkeit darf der Plattenbelag nicht ausgeführt werden. Vielmehr sind zunächst alle erforderlichen Maßnahmen durchzuführen, um den einwandfreien Zustand der Unterlage herzustellen.
Als Bettung (Ausgleichsschicht zwischen Tragschicht und Plattenbelag) wird eine 3-5 cm starke Schicht aus Splitt 0/5 mm aufgetragen. Das Bettungsmaterial ist gleichmäßig gemischt und durchfeuchtet einzubauen, zu verteilen und vorzuverdichten. Nach dem Vorverdichten ist das Bettungsmaterial höhen- und profilgerecht mittels Lehrlatten abzuziehen. Die Oberfläche der Bettung muss die geforderte Querneigung mit dem gleichen Genauigkeitsgrad wie die Oberfläche des Belages aufweisen. Die Dicke der Bettung im verdichteten Zustand sollte 3-5 cm betragen.
Jede Platte wird unmittelbar nach dem Ablegen auf der Bettung mit einem 2 kg schweren Gummihammer eingeklopft und zurecht geschoben. Hierbei werden Toleranzen im Unterbau und Maßtoleranzen der Betonplatten ausgeglichen. Gleichzeitig wird ein Kippeln der Platten bei späterem Befahren verhindert.
Die verlegten Platten sind mit einem Splitt oder Sand der Körnung 0/1 mm zu verfugen. Das Fugenmaterial ist über einen längeren Zeitraum mehrmals solange einzuschlämmen, bis kein Absacken des Materials mehr erkennbar ist.
Mit dem Abrütteln der Flächen ist so lange zu warten, bis Bettung und Tragschichten ausreichend abgetrocknet sind, da durchnässte Tragschichten nicht ausreichend tragfähig sind. Die Trocknung kann mehrerer Tage dauern. Das Abrütteln sollte nur auf trockener, gereinigter Oberfläche erfolgen. Es sollte nur mit gummiummantelten Rüttlern gearbeitet werden. Nach dem Rütteln sind die Fugen erneut vollständig zu füllen. Hierzu wird ein geeignetes Fugenschlussmaterial (z. B. Edelbrechsand) aufgebracht, verteilt und durch Wasserzugabe eingeschlämmt. Das Fugenschlussmaterial darf höchstens die oberen 8 - 10 mm der ansonsten mit Fugenfüllmaterial geschlossenen Fuge ausfüllen.
Die Fläche darf erst für den Verkehr freigegeben werden, wenn Bettung und Tragschichten ausreichend abgetrocknet sind. Die Abtrocknung kann mehrere Tage dauern.
Sind Fugen nicht mehr vollständig gefüllt, muss umgehend nachgefugt werden. Fehlende Verfugungen können zu Verschiebungen des Plattenbelages und damit zu Beschädigungen und Kantenabplatzungen führen!